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Am Freitag, den 09.09.2005
hielt Frau Orna Birnbach in den beiden ersten
Unterrichtsstunden einen Vortrag für alle
Schülerinnen und Schüler der 9. und
10. Klassen der Realschule
Es war nicht das
erste Mal, dass wir Frau Birnbach als Gast in
unserer Schule begrüßen durften - und
genauso war es nicht das erste Mal, dass sie ihre
jungen Zuhörerinnen und Zuhörer mit
der erschütternden Geschichte ihres (Über-)lebens
in den Bann ziehen konnte.
Geboren 1928 in
Wloclawek nördlich von Warschau, wurde ihre
jüdische Familie 1939 vom deutschen Überfall
auf Polen überrascht und floh ins südpolnische
Tarnow. Nach der Auflösung des Tarnower Ghettos
im September 1943 - dem fast alle jüdischen
Bewohner zum Opfer fielen - wurde sie mit ihren
Eltern im Arbeitslager Pleszow bei Krakau interniert.
Weitere Stationen
ihres Leidensweges waren schließlich das
Vernichtungslager Auschwitz - sie und ihre Mutter
gehörten zu den 10% der Inhaftierten aus
amkommenden Transporten, die nicht durch das Gas
getötet wurden - und das KZ Bergen-Belsen,
dass sie ohne mit ihre Mutter nach den Todesmärschen
des Frühjahrs 1945 erreichte.
Getrennt voneinander
wurden Mutter (in Auschwitz durch die Russen)
und Tochter (in Bergen-Belsen durch die Briten)
befreit und konnten nach Überwindung der
Folgen nach Israel auswandern. Der Vater und weitere
250 Angehörige haben den Holocaust nicht
überlebt.
Der Besuch Frau
Birnbachs ist als Auftakt zu einer besonderen
Gedenkfeier zur Reichspogromnacht am 09. November
an unserer Schule gedacht. Als Höhepunkt
wird unserer Schule am 13. November einer der
7 Mahnleuchter der Gesellschaft für christlich-jüdische
Zusammenarbeit im Oldenburger Münsterland
für ein Jahr übergeben.
Eine detaillierte
Darstellung der Geschichte Orna Birnabachs findest
du hier:
http://www.kiriazis.de/orna/
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